Donnerstag, 21. August 2008

Eintausend Wurzeln, Kaffee und Granataepfel

Der Baum der tausend Wurzeln / El arbol de los mil raices

Bevor ich den Tausendwurzelbaum erreiche, passiere ich die Minikapelle des San Martin de Porres. Ein dunkelhaeutuger Heiliger, dem von seinem eifersuechtigen Bischof das Wunderwirken verboten wurde.

San Martin de Porres


Genau gegenueber des Baumes lebt Don Guillermo, ein etwa neunzigjaehriger Einsiedler. Ganz bewusst lebt er allein einige Kilometer ausserhalb des Dorfes. Ein kleiner Alter mit wachen Augen sitzt mir vor seinem Haus gegenueber. Er scheint viel Zeit mit dem Lesen von Geschichtsbuechern zu verbringen. Gleich verwickelt mich in ein Gespraech ueber die politischen Machtverhaeltnisse im Deutschland zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts.
Vor dem Haus liegen Kaffeebohnen zum Trocknen aus, in einer Schubkarre warten frisch geerntete, noch rote Kaffeebohnen auf den Prozess des Trocknens, Schaelens und Roestens.



Die Kaffeebohnen des Don Guillermo

Der Weg zurueck zum Dorf fuehrt an einem Wasserkanal entlang, von schattenspendenden Baeumen gesaeumt. Den Granataepfeln, Weintrauben und Orangen am Wegesrand kann ich nicht wiederstehen. Ein willkommene Erfrischung, denn es ist trocken und warm und die kleine Wanderung hat mich durstig gemacht.

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